Impressionen eines veteranen Wasserballrookies zum Wasserballturnierwochenende in Twistringen

Das letzte mal, dass ich für den TUS Syke ins Wasser stieg war eigentlich gar nicht wirklich daran zu denken, dass die Sparte solche Dimensionen annehmen würde. Und das war 2005. Wie ich in den letzten zwei Jahren festgestellt habe, hat sich der Verein immens weiterentwickelt und stellt ein jährliches Wasserballturnier im Schwimmpark der Gemeinde Twistringen auf die Beine, welches dieses Jahr sein erstes zehner Jubiläum feierte; grandios!

Die Vorbereitung und Organisation lief quasi wie von selbst und trotz anmaßendem Wetter fand der Aufbau zahlreiche Freiwillige, die tatkräftig zur Hand gingen.

Das ganze Wasserballspektakel startete Freitag mit dem Ligaspiel gegen die SpVg Laatzen III, in dem die Meisterschaft für uns geklärt werden konnte. In einem Spiel, in dem beinahe alles gelang, schlugen wir Laatzen mit 15:6 und sind damit Meister im Bezirk Hannover; ein nahezu perfekter Auftakt zum Turnierwochenende. Dies wurde am Abend auch noch mit den ersten Gästen des Turnieres gebührend gefeiert. Mit eingeteilten Arbeitsdiensten an Grill- und Bierstand war für alles gesorgt und auch an den „Turntables“ sorgte unser selbsternannter TopDJ Basti immer für gute Stimmungsmusik.

Am Samstag ging es dann am frühen Morgen schon mit der Vorbereitung des Frühstücks los und auch die letzten Gäste, aus der ganzen Bundesrepublik, fanden den Weg in das Freibad Twistringen. Um 9 Uhr startete dann das Turnier:

In dem Turnier gab es 3 Kategorien: U15, Herren und Mixed (min 1 Frau dauerhaft im Wasser, die Tore zählten doppelt)

Insgesamt war die Abwicklung der Spiele immer eine gelungene Sache und es fanden sich auch immer fachkompetente Schiedsrichter, die die Spiele pfiffen. Spieler und Gäste konnten sich durchgehend an den leckeren Spezialitäten am Grillstand stärken. Der immer gut gelaunt besetzte Bierwagen sorgte stets für genug Flüssigkeitsnachfuhr. Im Gegensatz zu der ganzen Topleistung außerhalb des Wassers konnten wir diese im Wasser leider nicht widerspiegeln, da wir diese wohlmöglich am Freitag im Ligaspiel verpulverten. Immerhin reichte es noch für den 6. Platz bei den Herren.

Am Samstagabend zeigten alle, wie gut das Miteinander nach bzw. auch vor den Spielen sein kann. Viele interessante Gespräche bei lecker „Bier und Brat“ und kreisende Hüften auf der Tanzfläche bis in die frühen Morgenstunden ließen eine familiär-freundschaftliche Atmosphäre entstehen.

Bis kurze Zeit später auch die Frühstücksorganisation wieder begann. Zum Wecker der Meute bestimmte sich unser Jäger. Mit seinem Jagdhorn. Auf dem Rutschenturm. Uns, dort oben thronend, mit einem kleinen Konzert zu beglücken. Wieder um 9Uhr startete das Turnier in seine finale Phase. Erst die Halbfinals und dann die Spiele um die Plätze.

Bei den Mixed Mannschaften gab es eine interessante besondere Reg

el: Selbst wenn man am Vortag nicht so gut startete, konnte man sich am Sonntag noch bei den Finalspielen nach oben kämpfen und sogar noch das Turnier für sich entscheiden. Am Ende setzten sich hier mit einer überragenden Leistung die Damen aus Darmstadt durch.

Ganz großes Kino baten die „Blaubeersammler“ aus Krefeld. Eine hochklassige Mannschaft die sich selbst unter „extremen“ Bedingungen mit hervorragendem spielerischen Geschick in einem spannenden Finale gegen SpVg Laatzen durchsetzen konnten und somit auch im Wasser alles gab.

Als nun das Turnier beendet war, begann auch schon der schnelle und reibungslose Abbau der Zelte und der Pavillons auf dem ganzen Gelände. Sachen wurden gepackt, letzte Feiergesänge heiser angestimmt und ehe man sich versah, standen nur noch die beiden großen Zelte, die auf Grund des schlechten Wetters erst am Dienstag abgebaut wurden.

Final kann man sagen, dass das ganze Turnier nicht nur organisatorisch ein „Bienchen“ verdient hat, sondern auch eine klasse Mannschaftsleistung war, wo jeder jedem geholfen hat und unter die Arme gepackt hat.